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Geschrieben von < Redaktion OfraWild >   

Tiersteckbrief von Damwild, Rotwild und Sikawild: 

Damwild (lat. Dama dama )

p> Das Damwild gehört zur Familie der Hirsche und wie der Rothirsch zur Unterfamilie der Echthirsche. In der letzten Eiszeit ist der Damhirsch in Europa verschwunden und überlebte in den wärmeren Regionen Kleinasiens und Nordafrikas. Die Römer als Besatzer vieler europäischen Länder brachten das Damwild wieder in die ursprünglichen Verbreitungsgebiete zurück. Später wurde es neben der Jagd auch als Fleischlieferant in Parks der Fürstengeschlechter und Klöster gehalten.
Vor ca. 30 Jahren wurde mit der Damwildhaltung in landwirtschaftlichen Wildgehegen begonnen. In der freien Wildbahn ist das Damwild in parkähnlichen Kulturlandschaften mit entsprechenden Anteilen von Wäldern, Wiesen und Feldern zu finden und liebt trockenere Standorte. Damwild ist im wesentlichen tagaktiv und braucht im Gegensatz zum Rotwild keine ausgesprochenen Tageseinstände in der Nähe der Äsungsflächen. Für das Damwild ist keine Suhle erforderlich.
Die Brunft findet hauptsächlich im Oktober statt. Nach einer Trächtigkeitsdauer von rund 230 Tagen werden im Juni und Juli die Kälber mit knapp 5 kg Geburtsgewicht geboren. Schmaltiere haben eine Setzrate von ca. 70 %, Alttiere von 90-95 %.
In den bayerischen Wildgehegen befindet sich zu über 80 % Damwild. In der freien Jagd kommt Damwild in Bayern nur in einem relativ kleinen Gebiet in Franken vor.

 Systematik:

 Ordnung Paarhufer, Artiodactyla
 Unterordnung Wiederkäuer, Ruminantia
 Familie Hirsche, Cercidae
 Unterfamilie Cervinae
 Gattung Dama
 ArtDamhirsch


Rotwild (lat. Cervus elaphus )

Das in den Gehegen gehaltene Rotwild ist mit den in der freien Wildbahn lebenden Tieren weitgehend identisch. Es gibt allerdings durch den Import von Zuchttieren aus England, Ungarn und den Karpaten unterschiedliche Herkünfte und somit Unterschiede in der Körpermasse, Geweihausprägung und Farbzeichnung. Die Ansprüche des Rotwildes unterscheiden sich nicht wesentlich von denen des Damwildes; Rotwild braucht jedoch eine Suhle. Da Rotwild etwa doppelt so schwer wie Damwild ist, wird für ein Alttier mit Nachzucht auch die doppelte Gehegefläche gefordert.
Die Brunft findet vorwiegend im September statt und verläuft durch das Röhren des Hirsches wesentlich lauter als beim Damwild. Befinden sich mehrere gleichaltrige und gleichstarke Hirsche im Gehege, so finden erbitterte Rangkämpfe statt, die zu Tierverlusten führen können. Nach einer Trächtigkeitsdauer von ca. 240 Tagen werden im Mai die Kälber mit 8 bis 10 kg geboren.
Der Anteil von Rotwild in den bayerischen Gehegen liegt inzwischen über 10 %. In den größeren Wildhaltungsbetrieben nimmt das Rotwild weiter zu.

 Systematik:

 Ordnung Paarhufer, Artiodactyla
 Unterordnung Wiederkäuer, Ruminantia
 Familie Hirsche, Cercidae
 Unterfamilie Cervinae
 Gattung Edelhirsche, Cervus
 Art Rothirsch


Sikawild (lat. Cervus nippon )

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Die Urheimat des Sikawildes liegt in Japan, Manschurei und Nordchina. Es wurde erstmals im 19.Jahrhundert in Deutschland ausgesetzt. Sikawild kommt in Deutschland in geringen Beständen in Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein und in Südbaden in freier Wildbahn vor.
Die Vorteile des Sikawildes liegen in seiner außerordenlichen Toleranz gegenüber anderen Wildarten und in der Schmackhaftigkeit seines Wildbrets begründet.

Sikawild ist im Gegensatz zum Rotwild, welches ursprünglich ein Steppenbewohner war, ein Waldbewohner.
Sikawild brunftet wie Rotwild im September/Oktober.
Der Brunftschrei ist ein greller Pfeifton.
Das Gewicht des Sikawildes entspricht etwa dem des Damwildes.

Systematik:

 Ordnung Paarhufer, Artiodactyla
 Unterordnung Widerkäuer, Ruminantia
 Familie Hirsche, Cervidae
 Unterfamilie Cervinae
 Gattung Edelhirsche, Cervus
 Art Sikahirsch

In einigen Gehegen werden Muffel- und Sikawild gehalten. Sie haben etwa das Gewicht von Damwild. Deshalb sind auch die Haltungsauflagen von Damwild anzuwenden. Diese Wildarten werden auch wegen der Trophäen gehalten, sind jedoch insgesamt von geringer Bedeutung.

Text von:
Dr. Josef Naderer, Anton Huber
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Tierhaltung und Tierschutz
Tel.: 089/99141-371 • Fax: 089/99141-303
Mehr im Detail  [hier]
 
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