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Beutegreifer Wolf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von < Redaktion OfraWild >   
Sonntag, 30. Januar 2011
Müssen sich wirklich nur die wenigen Landwirte mit Weide- und Koppelhaltung sorgen ?
Oder gehören auch Pferde, Hunde, Hauskatzen und Kleinkinder zur Beute des Wolfes?

Eine Frage, welche nicht tabuisiert oder vermieden werden darf, wenn es um die Interessen und Sicherheit der Bevölkerung geht!
Eine mit klaren Worten und fundierten Nachweisen geführte Stellungnahme zur Thematik, welche Dr. Rudolf Kratzer, Mitglied der Arbeitsgruppe Wolf, an die Mitglieder der Arbeitsgruppe schrieb ...........
 

Betreff: AW: Zielformulierungen – Der Wolf in Bayern -    15.01.2011

Vorbemerkung:

Wenn ich die weitergeleiteten Zielformulierungen lese, dann muss ich mehr Realitätsbewusstsein einfordern.
Etliche Teilnehmer sollten erst einmal nachlesen, warum denn die großen Beutegreifer in Europa ausgerottet wurden. Sie werden als Antwort finden:

 „da sie großen Schaden bei Mensch und Tier angerichtet haben“.

Wer immer noch träumt und glaubt, der Wolf wäre zum Schaf mutiert, der sollte sich über die Verhältnisse in Frankreich informieren. Die Franzosen sind mittlerweile auch von ihren Träumen erwacht. Sarkozy hat den regulären Abschuss des Wolfes wieder erlaubt. Der Grund waren die riesigen Schäden die er verursacht hat. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2010 wurden in Frankreich über 100 Angriffe des Wolfes auf  Tierherden mit über 300 getöteten Tieren nachgewiesen.
Die, die auf die Rechtslage verweisen, sollten sich bewusst werden, dass etliche Träumer, die im nationalen Rahmen ihre Visionen nicht umsetzen konnten, nun den europäischen Rahmen gewählt haben.

Ich war etliche Jahre bei der UNO und habe gelernt, dass die Mitgliedsstaaten viel mehr Macht haben, als sie glauben. Sie müssen sich dessen nur bewusst werden und nicht alles akzeptieren, was ihnen vorgesetzt wird. Der Hauptpunkt aber ist, dass die Entschädigungen eine freiwillige Leistung des Staates sind.
Wenn ich sehe, dass in Brandenburg dies schon eingeschränkt wird und nur noch eine Entschädigung gezahlt werden soll, wenn Schutzvorkehrungen getroffen wurden, dann sollte jedem klar werden, dass im zweiten Schritt, wenn die Schäden zunehmen, sehr wahrscheinlich überhaupt keine Entschädigungen mehr bezahlt werden.

Hier muss ich mich der Meinung von Herrn Dr. Knauer aus Wien anschließen. Wenn die Gesellschaft wirklich die großen Beutegreifer zurückhaben will, dann muss sie auch bereit sein, für die Schutzmaßnahmen und Schäden zu 100 Prozent zu zahlen. Es kann nicht sein, dass diese auf dem Rücken der Schaf-, Wild- und Rinderhalter zurückkehren.

Wir müssen auch damit rechnen, dass früher oder später der erste Todesfall zu beklagen ist.
Was sagen wir dann der Bevölkerung? Die Wahrheit: „ Damit müsst ihr jetzt leben!“ Oder lügen wir uns in die Tasche: „Das war ein Einzelfall?“

Falls sich „dummerweise“, weil die Bevölkerung den Umgang mit den großen Beutegreifern  nicht mehr gewohnt ist, die Unglücksfälle häufen und damit der Rückhalt in der Bevölkerung rapide schwindet, bin ich mir sicher, dass plötzlich niemand mehr die Rückkehr der großen Beutegreifer gewollt hat.

Wenn der WWF mehr Öffentlichkeitsarbeit fordert, dann kann ich mich dem nur anschließen. Die betroffene Bevölkerung muss rechtzeitig informiert werden, dass bei der momentanen Rechtslage, wenn sich die großen Beutegreifer etabliert haben, sie damit rechnen muss, dass sie sämtliche Schutzmaßnahmen selbst bezahlen und keinerlei Entschädigungen mehr erhalten wird.

Des Weiteren ist zu berücksichtigen, wenn bestimmte Flächen nicht mehr beweidet werden können, werden sie verbuschen. Dies schlägt sich auf den Tourismus nieder und damit geht ein Einkommensverlust einher.

Nicht vergessen sollte man auch, dass, speziell im ländlichen Bereich, das unbeaufsichtigte Spielen der Kleinkinder im Freien eingeschränkt werden muss. Da auch Pferde und vor allem Hunde eine spezielle Beute der Wölfe darstellen, werden auch Bevölkerungsteile betroffen sein die keine landwirtschaftlichen Nutztiere haben.

Es darf nicht sein, dass die Bevölkerung angelogen und eingewickelt wird, nur um die Visionen einzelner umzusetzen. Ich bin mir sicher, durch diese Öffentlichkeitsarbeit wird man in Bayern einen wolfsfreien Raum bekommen, denn in der momentanen politischen Lage wird die CSU nichts mit Gewalt durchsetzen, was gegen die Interessen einer größeren Wählergruppe gerichtet ist.

Wenn ich das hier schreibe und einige andere mit ähnlichen Artikeln folgen, wird sicher bald die Forderung gestellt werden, uns auszuschließen. In Diktaturen, da sperrt man auch die Opposition weg, das ist Ziel führend.

Vorschlag zur Zielformulierung:

1. Gesetzesinitiative:

Es muss alles versucht werden, damit in Bayern ein Gesetz verabschiedet wird, das den Staat verpflichtet, alle Schutzmaßnahmen, die bei einer Etablierung der großen Beutegreifer notwendig sind, zu 100 Prozent zu bezahlen. Des Weiteren müssen alle Schäden voll vom Staat beglichen werden.

Gelingt dies nicht,

2. Öffentlichkeitsarbeit:

dann muss durch intensive Öffentlichkeitsarbeit versucht werden, Bayern als einen Raum frei von großen Beutegreifern zu erhalten!!

Wird dieses Gesetz in Bayern verabschiedet,

3. Information und Schulung

dann muss die Bevölkerung informiert und geschult werden wie sie sich bei einem Zusammentreffen mit dem Wolf zu verhalten hat, damit die Zahl der Unfalle klein bleibt. Ebenso muss man die Bevölkerung, speziell die Landwirte, über die optimalen Schutzmassnahmen für ihre Tiere informieren und sie schulen, wie sie durch ein entsprechendes Verhalten Schäden an ihren Tieren minimieren können.

4. Selektives abschießen von Wölfen

Wir sollten von unseren Nachbarn lernen und von Anfang an das selektive Abschießen von „schädlichen Wölfen“, solchen die mehrfach Menschen oder landwirtschaftliche Nutztiere angegriffen haben, leicht machen. Damit erhöhen wir die Akzeptanz. Dazu gehört natürlich auch, dass Wölfe, die sich artfremd verhalten, zum Beispiel, die, die in Wohngebiete eindringen, sofort getötet werden können (Tollwutgefahr).

Dr. Rudolf Kratzer

Landesvorsitzender

Landesverband Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter e.V.

Tel.: 089/55873-108, Fax.: 55873-383, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Anbei einige HLinks, die meine Ausführungen belegen:


13 Damtiere von Wolf gerissen - maerkischeallgemeine.de

 

A wolf attack is an attack on a human by a wolf or wolves - Wikipedia

Image

 

Der Wolf (Canis lupus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Hunde (Canidae).

 

 

        Bildquelle: Wikipedia

 

Image

 

 Officials: Wolf killed Oregon calf



  Wolves at Our Door

 

 Bild: http://www.vlrc.org

 

 

 

 

Four wolves killed a calf (pictured below)

Filme und Bilder über Wolfsattacken - Englisch

 

Wolf Attack on Man  - Youtube

Wolf attack - Youtube

Woman Escapes Wolf Attack - Youtube

 
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